Freitag, 27. April 2018

Interview: Glück durch Leben im Ausland...

(Transkipt, Interview und Copyright: Marta de Santis)

M: Was würdest du sagen war deine Hauptmotivation fürs Auswandern?

C: Da kamen zwei Dinge zusammen: meine Fernbeziehung erstens und zweitens das innere "Wissen", dass ich lieber im Ausland leben möchte. Das ist etwas, was ich schon viele, viele Jahre zuvor gespürt hatte, oder wie ich immer sage: gewusst habe.

M: Inwieweit sagst du "gewusst"?

C: Nun, ich wusste schon seit recht langer Zeit, dass es mich ins Ausland zog. Ich könnte gar nicht sagen, wann das angefangen hat, aber es war schon während meiner Schulzeit als Idee vorhanden. Damals tendierte sich allein schon aus Sprachgründen zum englischsprachigen Ausland.

M: Blieb das damals ein Traum oder hast du echte Schritte in die Richtung unternommen?

C: Sowohl als auch. Ich bin nach dem Abitur nach London gegangen, aber das war von Anfang an auf Zeit, weil ich mein Studium in Deutschland antreten wollte. Nichtsdestotrotz habe ich mir schon überlegt wie ich auch langfristig nach London oder in einen anderen Ort im Ausland ziehen könnte.

M: Inwiefern unterschied sich die Idee von dem Wunsch nach Veränderung, den jeder mal hat?

C: Schwer zu sagen. Ich weiß nicht mal, ob es einen Unterschied gibt, denn ich kenne ja nur meine eigene Motivation. Für mich war irgendwie seit sehr langer Zeit klar, dass ich ins Ausland musste. Ich habe das unter anderem daran gemerkt, dass ich keine Idee hatte, wo in Deutschland ich leben wollte. Viele haben ja so ihre Lieblingsstädte, in denen sie leben wollen und da habe ich viele Regionen in Deutschland "durchüberlegt", aber ich fand einfach nichts, was mir wirklich so das Gefühl von "angekommen" gab. Ich sah mich immer im Ausland, als wäre es die einzige logische Lösung.

M: Was glaubst du, was der Hauptgrund ist, weshalb Leute ins Ausland ziehen?

C: Da muss ich jetzt natürlich raten. Ich glaube, dass der Abenteuergedanke bei einigen eine Rolle spielt, das Ausbrechen aus den Bedingungen, die man am eigenen Ort hat und die Hoffnung woanders mehr zu erleben, vielleicht freier zu sein. Andere flüchten womöglich vor der eigenen Geschichte, vor Verpflichtungen in der Familie, vor den Erwartungen der Familie. Wieder andere folgen einem ausländischen Partner oder glauben mit dem Umzug ins Ausland mit einigen Dingen abzuschließen.

M: Du bist auch einem ausländischen Partner gefolgt, und zwar nach Italien. Inwiefern hat dieser dein Auswanderungsziel beeinflusst?

C: Nun, ich selbst hatte immer in Richtung englischsprachiges Ausland gedacht. Ich habe Englisch studiert und mich dort immer sehr wohl gefühlt. Italien hätte ich mir selbst nie ausgesucht. Ich hatte zwar Italienisch an der Schule, allerdings ohne nennenswerte Ergebnisse. Als Sprachenlehrer finde ich es heute noch erstaunlich wie ich vier Jahre lang Italienisch im Unterricht hatte ohne etwas dabei zu lernen. Italien hätte ich deswegen nie ausgesucht als Wohnort, denn Italien war das Land, dessen Sprache ich einfach nicht konnte. Für mich grundsätzlich ein no-go, was ein Auswanderungsland angeht.

M: Hättest du dir vorstellen können mit deinem Partner in Deutschland oder einem anderen Land zu leben und wieso seid ihr schließlich in Italien zusammengezogen?

C: Ja, anfangs war die Idee in Deutschland zu leben. Ich war damals verbeamtet, das bedeutete also konstante und gute Einnahmen und das vor dem Hintergrund "lebenslänglich". Wir haben sogar nach Wohnungen in Deutschland gesucht und mein Partner hat geschaut wie er sich beruflich in Deutschland verwirklichen könnte. All das haben wir rund ein Jahr lang erfolgt, allerdings ohne richtigen Erfolg.

M: Inwiefern?

C: Es war einfach nicht das Gefühl von "Zu Hause" was ich suchte. Es war mehr eine rationale Entscheidung. Ich habe gut verdient, also würden wir in Deutschland leben. Ihn beruflich umzusiedeln gestaltete sich allerdings als schwieriger als erwartet und ich konnte mir auch irgendwie nicht vorstellen, dass er sich in Deutschland zu Hause wühlen würde. Es passte irgendwie nicht.

M: Inwiefern?

C: Ich hatte den Eindruck, dass wir zu Besuch waren. Er war auf jeden Fall zu Besuch und es tat mir leid ihn aus seiner gewohnten Umgebung zu entfernen. Auch wenn er in vielen Punkten eher "unitalienisch" ist, ist er dennoch mit vielen Aspekten aufgewachsen, die ihm wichtig sind und die er im Ausland erstmal nicht findet. Vielleicht spielte auch rein, dass auch ich ja eigentlich nicht bleiben wollte.

M: Und dann seid ihr am Ende doch nach Italien gegangen. Was war der Auslöser?

C: Am Ende entschied das Schicksal sozusagen für uns. Ich bekam ein Burnout und sah mich gezwungen zu kündigen, denn eine Rückkehr in meine Tätigkeit war für mich ausgeschlossen. Kein Geld der Welt konnte mich zum Bleiben überreden, also war das die perfekte Gelegenheit um den Absprung zu schaffen und sich ins Abenteuer zu stürzen.

M: Wie waren die Reaktionen in deiner Umgebung?

C: Die waren ziemlich gemischt. Manche beneideten mich fast, sagten, dass sie auch gerne einen Neuanfang starten würden, aber dass sie die Umstände davon abhalten würden. Andere konnten es nicht verstehen, wie ich einen scheinbar guten Job aufgeben kann um in die Unsicherheit nach Italien zu ziehen.

M: Und wie sahst du den Schritt selbst?

C: Für mich war es der einzige Weg. Das Burnout hatte mir die Gelegenheit geschaffen, die ich vorher nicht hatte, nämlich guten Gewissens alle Zelte abzubrechen und in ein Land zu gehen, das wirtschaftlich nicht gerade stark ist.

M: Was hat sich seitdem getan und wie stehst du heute zu dem Schritt?

C: Ich habe den Schritt noch keinen Tag bereut und das kann ich guten Gewissens sagen! Es ist nicht immer leicht gewesen, es ist selbst heute noch nicht leicht, aber es war das absolut Richtige. Immer wenn ich mal einen Durchhänger habe, denke ich daran was sich alles getan hat und das rückt alles immer wieder ins rechte Licht. Der Weg ist lang, aber er wird immer besser. Fünf Jahre sind seit meiner offiziellen Auswanderung vergangen und es kommen immer mal neue Probleme dazu, aber wenn ich mir vorstelle jemand hätte mir damals gesagt ich würde eines Tages so leben wie ich das heute tue, ich hätte es für einen unmöglichen Wunschtraum gehalten.

M: Was macht den Unterschied aus?

C: Für mich ist es schon die Umgebung, das Mediterrane, selbst mit den kalten Wintern, aber ich liebe das Klima, das Meer, das Unperfekte, ich liebe aber auch meinen Job. Allein dafür hat sich das Auswandern gelohnt. Noch nie habe ich meinen Job geliebt, aber heute ist es Realität und allein das ist schon wie ein Wunder. Allein dafür hat sich alles gelohnt. Ich stehe morgens auf und tue genau das was ich gerne tue. Manchmal muss ich mich daran erinnern, dass das früher nicht selbstverständlich war.

M: Das heißt, die berufliche Situation hat zur Lebensqualität beigetragen?

C: Ja, absolut! Gerade weil ich früher immer Jobs hatte, die wirklich anstrengend waren. Aber es ist nicht nur das. Es ist auch der Umstand, dass ich mit meinem Partner zusammenwohnen kann und das war nach mehreren Jahren Fernbeziehung ebenfalls ein Traum. Und ich bin an einem Ort, der mir in vielen Punkten entspricht. Das ist einerseits witzig, weil ich nie italophil war, aber da ist etwas in dieser Art des Lebens, was mir entspricht. Ich hätte das auch in anderen südlichen Ländern gefunden, zB in Südfrankreich, es muss also etwas sein, was mit der mediterranen Lebensart zu tun hat. Aber auch mehr als das, schließlich hat mir auch Großbritannien immer sehr gut gefallen. Ich glaub ich mag das Windschiefe in all diesen Ländern. Nicht umsonst heißt mein Blog "Ich pfeif auf gerade Fugen".

M: Was hätte dich hingegen dazu gebracht in deinem Land zu bleiben?

C: Mhm, gute Frage. Ich denke rational gesehen hat mich erstmal mein sicherer Job gehalten. Der Punkt ist eben, dass Sicherheit eine sehr subjektive Sache ist. Einkommen ist nicht automatisch Sicherheit. Mich hat mein Job ruiniert, deswegen kann von Sicherheit nicht die Rede sein, egal wie gut ich dafür bezahlt wurde. Ich hab teuer dafür bezahlt das hohe Einkommen zu haben. Heute habe ich maximal die Hälfte davon, aber die Arbeit fühlt sich nicht wie Arbeit an und sie macht mir Spaß und erlaubt mir jeden Tag über mich hinauszuwachsen und zu lernen. All das kann mir kein Geld der Welt ersetzen. Und diese Selbstbestimmung macht wirklich einen Großteil des jetzigen Glücks aus. Und nicht nur das. Ich bin auch der Meinung, dass man nur gute Leistung bringen kann, wenn man das tut, was man mit Leidenschaft tut. Früher war ich nicht gut. Heute bin ich gut. selbst wo sich meine Tätigkeit nur gering verändert hat. Aber heute kann ich selbst darüber entscheiden wann und wo und mit wem ich arbeite. Ich glaube das stellt in der Tat für viele Menschen das absolute Glück dar. In Deutschland bin ich gerne zu Besuch, aber ich habe nie das Gefühl zu Hause zu sein. Ich könnte dort auch nicht auf die Art arbeiten wie ich das in Italien tue. Ich unterrichte und übersetze Deutsch und Englisch. Damit kommt man in Deutschland nicht weit, wenn man denn nicht wieder an einer Schule unterrichten will.

M: Was sollte man deiner Meinung nach tun, um sein eigenes Glück zu finden?

C: Auswandern gehört nicht um jeden Preis dazu. Ich glaube man muss gut in sich hineinhören um zu erfahren was man wirklich sucht. Das dauert auch durchaus mal einige Zeit, überhaupt sollte man nichts überstürzen. Ich habe auch viel mit Italienern zu tun, die nach Italien gehen. Viele sind darunter, die keinerlei berufliche Qualifikation haben und die Sprache nicht sprechen. Und dann verkaufen sie in Italien Auto und Möbel und ziehen mit Sack und Pack nach Deutschland zum Beispiel und dann kommt manchmal die Katastrophe, einfach weil die Vorbereitung nicht stattgefunden hat. Unabhängig davon was man sucht, man muss es genau untersuchen und dann schauen wo genau man es finden kann und wovon das abhängt. Das Ausland ist nicht die Lösung für alle Probleme. Manchmal verschärft es diese sogar. Deswegen rate ich jedem den Schritt gut vorzubereiten und gut zu durchdenken.

M: Wo siehst du dich in fünf Jahren?

C: Zurück in der Toskana in einem großen Haus auf dem Land mit meiner eigenen Firma und meinem eigenen B&B, vielleicht mit einem Kind, und auf jeden Fall mit viel Platz und vielen Tieren.

M: Vielen Dank für das Interview!



Montag, 23. April 2018

Wer will schon nach Genua...

Ja, gute Frage! Nach rund vier Jahren habe ich haufenweise Menschen getroffen, die nicht aus dieser Region stammen, sondern so wie ich hergezogen sind und das meistens aus Jobgründen - ebenfalls so wie ich. Darunter waren diverse deutsche Frauen in meinem Alter mit italienischen Partnern, die allesamt ebenfalls nicht aus Genua kamen. Sie kamen aus San Remo, Venedig oder Mailand, oder wie in meinem Fall aus der Toskana. Was sie gemein hatten? Sie wollten alle wieder zurück - also die Männer, meine ich. Die Frauen, die ihr Land so oder so verlassen hatten, waren da meistens weniger stark emotional involviert und wohnten jetzt eben in Genua. Der Plan aller jedoch: irgendwann wieder nach San Remo, nach Venedig oder nach Mailand zu gehen, denn die Männer würden sich alle nicht wohlfühlen. Was anfangs wie ein Zufall wirkte, fand dann noch weitere Beispiele: Italiener, die mit italienischen Partnern ebenfalls aus Jobgründen nach Genua gezogen waren. Eine Reihe davon landete in meinem Unterricht: ein Mann aus Sardinien, ein Mann aus der Nähe von Rom, ein Mädchen aus Kalabrien, eine Ehefrau aus Sizilien. Allesamt beklagten sie sich, dass sie nicht in Genua sein wollten und sich kaum etwas sehnlicher wünschten als wieder nach Hause zu kommen.

Die Ehefrau aus Sizilien, die ihrem Mann nur sehr unwillig in den Norden gefolgt war, hatte jetzt inzwischen eine Freundin gefunden, die aus Neapel kam, und noch dringlicher als sie selbst wieder nach Hause wollte. Nach und nach hatte ich den Eindruck als sei ich nicht die einzige Ausländerin hier. Sicher, kulturell und sprachlich merkte man allen Beteiligten an, dass sie nicht von hier kamen. Sie passten womöglich ebenso wenig in die Stadt wie ich selbst, obwohl ich im Gegensatz eine richtige offizielle Ausländerin war. "Deine Kinder wachsen jetzt aber wohl als Genuesen auf", meinte ich dann noch zur Sizilianerin. "Soweit kommt es noch!", schrie sie entsetzt und ergänzte dann: "Ich hatte Genua nie zuvor gesehen als wir hierher gezogen sind", meinte die Sizilianerin. Ich wollte gar nicht erst auspacken, so wenig hat es mir hier gefallen. "Naja, ist eben nicht Rom", meinte der Mann aus Rom, "ist einfach kein Vergleich". "Ist provinziell", sagte die Partnerin des Mailänders.

Hätte meine bessere Hälfte das gehört, wäre er sofort eingestiegen in die Litanei. "Der hässlichste Ort der Welt", hatte ich da schon gehört und hatte natürlich eingreifen müssen. Ich gebe zu, dass auch meine ersten beiden Besuche in Genua einen negativen Eindruck hinterlassen hatten, aber ich finde alles hässlich, was Beton hat und das findet sich nun mal in fast jeder Stadt. Man muss den Orten dann schon noch eine zweite Chance geben und Genua hat dann eben auch viele interessante Flecken zu bieten. "Was denn zum Beispiel?", frage mich die Sizilianerin. Ich schilderte ein wenig meine antriebslosen Versuche als Tourist etwas zu erkunden, meistens wenn ich Besuch aus Deutschland hatte und dann etwas bieten musste, war aber recht schnell fertig. "Ich bin irgendwie einfach noch nicht Teil der Stadt", erklärte ich ihr dann. "Das ist nicht die Schuld der Stadt, wenn ich sie noch nicht so gut kenne." 

Sie schaute mich schräg an und meinte dann: "Ich weiß, was dein Problem ist! Du arbeitest zu viel!" - "Ja, aber -" wollte ich anfangen und dann dachte ich, dass sie schlicht und ergreifend Recht hat. Für mich dreht sich alles um die Arbeit, sieben Tage die Woche und dann nahezu das ganze Jahr über. Ich arbeite von zu Hause aus und meistens über das Internet, was bedeutet, dass ich ans Haus gebunden bin und gar nicht in die Verlegenheit komme, mal einen Fuß in die Stadt zu setzen. Würde ich nicht seit einem Jahr mit Ludwig mittags an den Fluss fahren, würde ich womöglich nur noch zum Wochenendeinkauf das Haus verlassen und ich geb zu - solche Phasen hat es gegeben! 

Nein, das war das Problem! Absolut! Auch wenn die Arbeit wichtig ist und man gerade als Freiberufler sehen muss, wo man bleibt - es stimmte, dass ich selbst nach vier Jahren hier kaum etwas kannte und das musste sich ändern. Und zwar sofort!

Noch in der selbsten Woche wollte ich klein anfangen. Es gab hier so viele Straßen, von denen ich nicht wusste, wo sie hinführten. Einige gingen die Hügel hinauf, andere verschwanden hinter Häusern und damit endete dann meine persönliche Erfahrungskarte. Die nächstbeste Via, die mir einfiel, wurde dann zum ersten Ziel: mal sehen, wo die endet! Ludwig war sehr aufgeregt, als er merkte, dass wir eine unbekannte Straße entlang fuhren. Soweit war es schon: selbst der Hund war an die wenig gleichen Strecken gewöhnt! Nach all den Jahren der eingefahrenen Wege war ich sogar selbst aufgeregt, als ich dann abbog um meiner Neugier zu folgen. War ich schon so tief gesunken, dass ich aufgeregt war, wenn ich über eine unbekannte Straße fuhr? Ja, offenbar...

Seitdem sind drei Wochen vergangen und was soll ich sagen - es ist klasse! Nach jedem Trip suche ich mir einen neuen Ort aus, der mich interessiert und den ich sehen will. Da mich mit Hund mehr die Natur als die Stadt reizt, habe ich mir jetzt Täler, Hügel und Flüsse vorgenommen. Und habe wirklich schöne Fleckchen gefunden. Ludwig ist seitdem viel weniger depressiv und auch auf mich wirkt es erhebend. Was doch so ein kleiner Ausbruch aus dem Alltag alles bewirken kann! Und viel schlimmer noch: wie eingefahren das ganze Leben sein kann, wenn man glaubt sich keinerlei Auszeiten gönnen zu können...










Donnerstag, 19. April 2018

Zahlen und Daten...

...seit 5 Jahren bin ich in Italien gemeldet

...das neueste Autokennzeichen, das ich bisher gesehen habe ist FN

...sage und schreibe 3,04€ habe ich dieses Jahr schon in Münzen GEFUNDEN, größtenteils auf der Straße

...bislang ist mein wirtschaftlicher Erfolg von 2018 dreimal besser als der von 2017

...69 Follower habe ich auf YouTube...das ist nicht viel, da sind die 305 Follower auf Facebook schon mehr

...Ludwig ist 6 und Tino ist 2

...letztes Jahr habe ich 153 Filme gesehen, dieses Jahr bisher erst 26

...2718 Wörter habe ich für FORVO aufgenommen

...seit einer Woche nimmt Ludwig Cannabis-Öl ein

...in einem Monat ist mein Samsung-Handy abbezahlt

...die größte Gruppe meiner Schüler, die sich untereinander kennt, sind 7 Mädchen - alle aus derselben Klasse!

...seit 5 Jahren will ich schon ein bestimmtes Buch geschrieben haben

...mein ältester Schüler ist 75, mein jüngster 6



Montag, 26. März 2018

Wohin mit all dem Pesto...

"Pesto Genovese" will ein "patrimonio dell'umanità Unesco" werden. Zu diesem Zweck wurden in den letzten Wochen unter dem Motto "firma e pesta" eifrig Unterschriften gesammelt und kiloweise in der Öffentlichkeit Pesto angerührt.

Das Rezept und weitere Infos (auf Italienisch):



Freitag, 23. März 2018

Wird es jetzt endlich besser...?

Puh, der Winter ist jetzt erst einmal vorbei, zumindest offiziell. Tagsüber liegen wir bei schnuckelig frischen 12 Grad und nachts geht es auf 6 Grad runter. Wenn ich mich über das Frieren auf der Abendgassitour beklage, schlägt mir aus Deutschland nur Groll entgegen. Da scheinen unsere Nachttemperaturen wohl höchstens am Tag erreicht zu werden, während es nachts dann noch mal richtig unter Null taucht. Ein absolut verrückter März!

Es ist aber jetzt auch mal wirklich gut! Der Winter an sich ist immer schon mal etwas härter. Nicht nur, dass es kalt ist - im Winter liegt das Haus auch der Sonne abgewandt und Wäsche trocknen wird ein ehrliches Problem. Wenn es trocken genug ist, kann ich im Garten etwas hängen, muss es jedoch noch vor Sonnenuntergang - also früh! - wieder reinholen, weil dann nämlich die Feuchtigkeit kommt. Und die hat sich gewaschen, sprichwörtlich. Grundsätzlich ist es in der Region klamm und schimmelt schnell. Ich habe mich schon mehrfach dazu geäußert in alten Beiträgen und auch in diesem Winter war es ein großflächiger Kampf an der Schimmelfront. Wie immer gingen die Raumentfeuchter, Anti-Schimmelfarben und Varechina (Chlor) in den Baumärkten wie warme Semmeln weg. Die Betten sind klamm, aber mit Heizdecke gut zu bekämpfen; ja so ist das halt hier. Und die Wäsche trocknet eben nicht. Als Silvester war, verkündigte ich noch großspurig: "Ich glaub das Gröbste ist vorbei!" Da wusste ich ja auch noch nichts von dem großen Frost im Februar und dass der März auch noch lange nicht warm sein würde.

Gestern dann endlich mal wieder etwas Helles am Horizont: blauer Himmel und Sonne und die Luft war sogar mal wieder trocken! Gleich habe ich neben dem Unterricht vier Ladungen Wäsche gewaschen und den Garten damit zugestellt. Sah furchtbar aus, machte aber nichts. Beim Gassigehen wurde einem bei Windstille richtig warm und auch das Auto war innerhalb weniger Minuten richtig aufgeheizt. Sollte es doch jetzt endlich Frühling werden?

Als ich heute zum Baumarkt fuhr und an der Ampel stand, sah ich, dass sich der Fahrer im Nachbarauto im Rhythmus zum Lied in meinem Radio bewegte. Offenbar hörte er den gleichen Sender, denn auch wenn man nichts hörte sah man, dass er auch laut mitsang und sich heftig bewegte. Sooo toll fand ich das Lied jetzt auch wieder nicht, aber auf ihn schien es beachtlich belebend zu wirken! Es war faszinierend anzusehen. Als er plötzlich panisch herüber sah, weil er merkte, dass andere seinen spontanen Auftritt sehen konnten, schaute ich schnell weg und tat so als würde ich unbeteiligt die Ampel beobachten. Als wir dann aber losfuhren, habe ich laut rausgelacht. Durch den Sitztanz war sogar ich jetzt gut gelaunt. Doch, doch, der Frühling war jetzt doch fast endlich da.

Das einzige, was jetzt noch etwas auf sich warten lässt, ist das Sprießen der Pflanzen. Der Frost hat doch so einige Schäden verursacht, gerade meine Bougainvillea und der Pfennigbaum sind arg mitgenommen. Aber ich habe nachgeschaut: die Äste sind innen grün, also leben beide Pflanzen noch und müssen sich jetzt nur noch erholen...


vorher:



nachher:


Sonntag, 18. März 2018

Wildschweine - auf ein Neues...

Schon lange nichts mehr über Wildschweine geschrieben? Im Grunde hatte ich gehofft, dass das Thema bis zum Frühjahr ad acta gelegt werden könnte. Aber da lag ich falsch! Den ganzen Spätherbst und Winter sah man vereinzelt noch Schweine unterwegs, mal alleine, mal eine ganze Herde. Allerdings fühlte man sich für den Moment nicht mehr bedroht, denn es kam nicht mehr vor, dass sie sichtbar vor dem Haus herumliefen und die Gärten durchwühlten. Sie waren wieder zu den Phantomen geworden, die sie noch vor zwei Jahren gewesen waren, als man es mitunter im dunklen Wald grunzen hörte, aber nie jemanden zu Gesicht bekam. 

Obwohl wir auf unserer Straße aktuell also kein Problem hatten, sah es auf der anderen zentralen - höher gelegenen - Straße des Ortes anders aus. Mindestens alle paar Tage postete jemand von dort Fotos der Schweine, hauptsächlich, wie sie die Mülltonnen durchwühlten und das auch völlig ungeniert mitten am Tag! Mit der Zeit kam es auch bei uns immer häufiger vor, dass die Biotonnen liegend auf der Fahrspur gefunden wurden und ihr Inhalt großzügig verteilt drumherum. Langsam wurde dies zu einem Risiko für den Verkehr. Es gab Zusammenstöße nicht nur mit Wildschweinen, sondern auch mit Mülltonnen und gerade im Dunkeln sind beide durchaus schwer zu erkennen.

Als Anfang Februar die ersten Wildschweine mit Nachkommen gesichtet wurden, kochte das Thema langsam hoch. Die Meinungen gingen stark auseinander: die einen wollten sie füttern, die anderen zubereiten. Ich habe wie immer gemischte Gefühle. Der "animalista" in mir will die Tiere unterstützen, die Hundemutter in mir will sie los sein, egal wie. Und auch wenn ich kein einziges  der Schweine jemals töten würde, überwiegt hier noch immer mein Fokus auf das große Problem, das durch sie entstanden ist. Ich habe nichts gegen die Wildschweine, die tagsüber im Flussbett grasen oder im Wald leben, denn den Wald betrete ich nicht und das ist eindeutig Tiergelände. Aber wenn man mit seinem Hund nicht mehr vor die Haustür treten kann, weil man Gefahr läuft selbst auf dem Weg in den eigenen Garten einem 200kg Keiler gegenüber zu stehen, da hält der animalista in mir hartnäckig die Schnauze. Wenn es jetzt schon Probleme gibt, wie soll es denn dann erst im Sommer aussehen, wenn die Brut langsam flügge wird und sich ganze Herden mit drei oder vier Generationen zusammen durch die Straßen wühlen! Nicht mal der abartige Frost vor zwei Wochen konnte ihnen etwas anhaben...
Zumindest ist das Problem auch jetzt noch - oder jetzt wieder - in aller Munde und untätig ist der Ort nicht mehr. Vor kurzem fand ein Bürgertreffen zum Thema Wildschweine statt, außerdem wurde beschlossen keine Lebensmittel mehr in die Biotonnen zu geben und schließlich wurden tatsächlich alle kleinen Biotonnen gegen große, schwere Müllcontainer ausgetauscht. Diese können die Schweine zumindest nicht mehr umwerfen und plündern. Dass das Problem irgendwie gelöst werden kann, halte ich für unwahrscheinlich, denn schließlich ist es ein europaweites Phänomen, was man da beobachten kann...








Sonntag, 11. März 2018

Plastiktütenkrieg...

Riesen Aufregung! Ab Januar 2018 sollte sich alles ändern: im Supermarkt muss ab jetzt die Plastiktüte bezahlt werden, die zum Einpacken von losem Obst und Gemüse benutzt wird. Früher immer kostenlos, jetzt ab 2c pro Tüte. Dafür sollte die Standardbustina aber auch durch eine biologisch abbaubare ersetzt werden. Alles in allem für viele Grund genug sich aufzuregen. Es sei eine Unverschämtheit, eine hinterhältige Möglichkeit die Bevölkerung noch weiter zu schröpfen, es würde ja eh wieder in die Taschen der Falschen fließen usw.

Andere erkannten eine andere Strategie: Indem der Plastiktütenkrieg so lautstark ausgeschlachtet wurde, wären andere, viel gravierendere Steuererhöhungen (z.B. für Gas) schön ungesehen an allen vorbei eingeführt worden. Alles genau von Strippenziehern gesteuert? Wer weiß. Wiederum andere rechneten aus, dass die 2c pro Tüte nicht mal aufs Jahr hochgerechnet irgendeine Kostenfalle darstellen würde und dass es nur mal wieder viel Geschrei um Nichts gäbe. 

Ich persönlich fand die Neuerung grundsätzlich erst einmal gut. Fakt ist, dass das Müllproblem auch dadurch gestützt wird, dass man Plastik immer kostenlos ausgegeben hat. Tüte hier, Tüte da. Inzwischen zahlt man für die Einkaufstüte schon seit mehreren Jahren und damit bekamen viele Konsumenten zum ersten Mal die Chance darüber nachzudenken, ob die Tüte auch tatsächlich sein musste. Wenn nun das gleiche mit der Tüte für Obst und Gemüse passiert? Langfristig wird sie dann möglicherweise ganz abgeschafft. Das wäre ja mal gut. Nein, sagen die Nachrichten da: es sei eine Pflicht die neuen abbaubaren Tüten zu verwenden - niemand dürfe beispielsweise eine Tüte von zu Hause mitbringen oder das Obst lose in den Wagen legen. In Ordnung, nehmen wir das für den Moment mal hin. Ich bin dennoch davon überzeugt, dass es langfristig zur Abschaffung der Plastikverpackung führen kann. Denn wenigstens wird das Ganze überhaupt erstmal thematisiert. 

Und was war nun tatsächlich ab Januar los? Inzwischen hört man nicht mehr viel zum Thema, irgendwie hat man sich wohl damit abgefunden, auch wenn mich die Umsetzung in unseren Supermärkten dann sehr überrascht hat: im Supermarkt EKOM wurden erst einmal noch lange die alten kostenlosen Plastiktüten aufgebraucht. Mindestens vier Wochen lang sah man hier nichts von "biologisch abbaubar" in der Obst- und Gemüseabteilung. Hingegen änderte sich alles an der Brötchentheke! Auch hier hatte man seine Brötchen immer in die gleiche Sorte Plastiktüte eingefüllt, in die auch das Obst kam. Am 2. Januar dann lagen hier Papiertüten. Sie waren nur schwer zu befüllen und rissen leicht ein, aber ich war dennoch sehr positiv überrascht über diese Veränderung. Langsam lernte man wie viele Brötchen eine Tüte halten konnte und es hörte hier noch gar nicht auf. Auch die benachbarte Fleischtheke fing bald danach an alles in Papiertüten zu packen. Jetzt häuften sich die braunen Berge im Einkaufswagen. Nach einem Monat hatte das Papier auch die Obst- und Gemüseabteilung erreicht. Nichts da mit abbaubarem Plastik. Langsam wurde es immer schwerer noch zu wissen was man überhaupt im Wagen hatte und ich vermute, dass auch so manch ein Kunde Schmu bei der Gemüsewaage gemacht hatte und die Päckchen als günstigeres Gemüse abgerechnet hatte als das, was sie wirklich eingepackt hatten. Denn öffnen durften die Kassierer die Tüten nicht um zu schauen ob der Inhalt auch mit dem Sticker übereinstimmte. 

Inzwischen hat eine neue Sorte Papiertüten die Obst- und Gemüseabteilung erreicht. Sie ist deutlich fester, stabiler, größer, trägt einen grünen Print "frutta e verdura" und hat ein Guckfenster aus Plastik vorne drauf - normales Plastik, nicht das biologisch abbaubare. Aber diese Tüten kosten den Konsumenten nichts, alles ist nach wie vor umsonst, denn auch die Preise vom Obst und Gemüse haben sich nicht verändert. 

Im Supermarkt COOP hingegen lag pflichtbewusst ab 2. Januar die neue Sorte Plastiktüten bereit. Hinweisschilder erklärten den Hintergrund zu dieser Neuerung und der Kunde war gezwungen diese Tüten zu nutzen. Sie fühlen sich seltsam an, aber nicht unbekannt. Solche Tüten konnte man schon immer für Biomüll kaufen, sie erinnern irgendwie an Latex und wenn sie nicht dick sind, reißen sie wahnsinnig schnell ein. Es ist eine seltsame Angelegenheit. Das Gemüse klebt manchmal regelrecht an den Innenwänden der Tüte, die recht bald feucht wird. Weiterverwenden kann man das gute Stück nicht, aber der meiner Meinung nach ungünstigste Aspekt kommt dann noch an der Selbstbedienungskasse. Anstatt den Preis der Tüte beim Abwiegen für den Sticker mit einzurechnen, muss man die Tüte gesondert abrechnen. Erst gab es einen Scancode über der Kasse, den ich lange gar nicht wahrgenommen und demnach auch nicht benutzt hatte. Offenbar ging das den meisten so, denn nach gut einem Monat war die Tüte im System der Selbstbedienungskasse angekommen: "Wie viele Tüten aus der Obst- und Gemüseabteilung haben Sie genommen?" fragt der Bildschirm nun bei jedem Kauf. Das ist viel zu groß aufgehängt! So wird jeder Kunde bei jedem Einkauf daran erinnert, dass er die Tüten gesondert bezahlen soll. Gibt er "0" an, passiert auch nichts. Gibt er die Anzahl Tüten an, sieht er sie gesondert auf dem Kassenbon. Damit bleibt das Thema sichtbar und kontrollierbar, anstatt dass es einfach automatisch auf der Gemüsewaage stillschweigend eingerechnet wird.

Von Seiten der Strippenzieher wirkt das alles andere als durchdacht. Es bleibt abzusehen, wie sich die Thematik weiter entwickeln wird...




Samstag, 10. März 2018

Schockgefrostet - es ist überstanden!

Eine Woche ist vergangen seit der wohl kältesten Woche überhaupt! Langsam steht der Frühling vor der Tür und man merkt eindeutig den Unterschied zur letzten Zeit: man kann wieder draußen laufen ohne dass man sich in fünf Schichten Zwirn wickeln muss, es ist abends sogar spürbar länger hell - alles in allem kann man sagen: der Winter ist fast geschafft! Vor allen Dingen aber die Endzeitstimmung der letzten Woche!

Jeder Tag hatte sein eigenes Thema: Montag - Kälte! Dienstag - Sturm! Mittwoch - Schnee! Donnerstag - Schneeregen! Freitag - Eis! Und obwohl für Donnerstag die schlimmste Kälte und der Tiefpunkt überhaupt angekündigt gewesen waren - der absolute Wahnsinn war der Freitag! Wir dachten ja schon es ginge voran. Halb so wild, jetzt konnte man wieder Leute kommen lassen, die Pflanzen rausstellen und überhaupt ein normales Leben führen! Pustekuchen!

Als ich am Freitag aus dem Fenster sah, sah es nach einem Katastrophenfilm aus! (siehe Fotos Tag 3) Die komplette Welt da draußen war von einer dicken Eisschicht überzogen: die Autos, die Zäune, die Äste, die Grashalme, die Baumstämme, die Wäscheleinen, jedes Blatt, jeder Halm und überhaupt alles, was man sehen konnte! So etwas hatte ich noch nie gesehen! Die Welt war wie aus Kristall! Wie war das nur über Nacht entstanden?? Unsere Jungbäume hingen fast auf dem Boden, der Oleander war vornüber gekippt und wenn man versuchte ihn aufzurichten brachen die Blätter mitsamt ihrem Eismantel einfach in der Mitte durch. Das Gartentor war erst zugefroren, aber soweit musste man sich gar keine Sorgen machen, denn man kam schon gar nicht bis dorthin! Als ich mit Ludwig meine Runde machen wollte - ich dachte ja erst noch an das bessere Wetter und so, also Auto nehmen und in die Stadt fahren haha! - da fiel ich schon auf den ersten Metern auf die Schnauze. Also im Hof noch, wohlgemerkt! Ich merkte dann erst wie übel die Lage wirklich war. Weil nicht an ein Wegfahren zu denken war, brachte ich Ludwig in den Garten, damit er wenigstens seine Sachen erledigen konnte. Nur so einfach war das nicht. Was eigentlich Garten war, war nun eine dicke Eisschicht, die unter unseren Schritten knackte. Ludwig war davon überhaupt nicht überzeugt - hier auf dem Eis wollte er nichts machen; also machte ich mich auf wenigstens zu Fuß auf die Straße zu kommen. Das Auto musste stehen bleiben, das war klar. Es war nicht zu fahren; aber es war auch nicht einmal zu öffnen, weil es unter einem Eismantel versteckt war. Aber wir kamen auch zu Fuß nicht weit. Kaum ging es bergauf fing ich an zu rutschen und stand nur noch fest, weil Ludwig mit aller Kraft nach oben wollte. Er schaffte es allerdings auch nicht viel weiter, denn nicht nur musste er mich ziehen, sobald es richtig schräg wurde, hatte auch er keinen Halt mehr und so rutschten wir beide wie die Idioten die Kurve wieder hinunter und liefen entrüstet nach Hause in der Hoffnung, dass uns niemand gesehen hatte...

So ging das nicht weiter! Ich erinnerte mich, dass es auf dem Parkplatz seit diversen Monaten eine grüne Mülltonne mit Streusalz gab, die ich schon mehrfach mit dem Auto gerammt hatte. Jetzt war es an der Zeit mal einen Blick hinein zu werfen. Offenbar hatten sich schon viele hier bedient, denn nur noch ein einziger, offener Sack mit Salz lag auf dem Boden der Tonne. Er zerriss als ich versuchte ihn herauszunehmen und so blieb mir nichts anderes übrig als immer eine Handvoll auf die Straße zu werfen. Bestimmt eine Stunde lang bearbeitete ich auf diese mühsame Weise den Parkplatz und den Weg zum Haus und langsam, langsam, langsam bekam man einen besseren Halt auf dem Boden. Hätte man eigentlich auch schon früher drauf kommen können, schon - nur wer hatte wirklich mit so einer Endzeitstimmung gerechnet? Noch nie hatte ich jemals irgendwo im Winter so eine Masse an Eis gesehen! Einiges sah natürlich wunderschön aus, so zB die kahlen Äste im Eismantel, der die Bäume transparent aussehen ließ. Auch einige Blumen waren vom Eis überzogen und das sah regelrecht künstlerisch aus.

Gleichzeitig machte ich mir ernste Sorgen um die Pflanzen. Einige - so der Oleander - scheinen den Megafrost völlig ohne Schaden weggesteckt zu haben. Andere, wie die Bougainvillea, der Pfennigbaum und sämtliche Frühlingsblumen, haben sichtbar gelitten und müssen nun gepäppelt werden.

Am Samstag war der Spuk vorbei, als sei nie etwas passiert! Kaum waren die Bäume wieder aufgerichtet, der Zaun grün, der Parkplatz befahrbar, das Eis geschmolzen, konnte man sich beim besten Willen nicht mehr vorstellen, was für Stunden hinter uns lagen...